Gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit!

Gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit!

Das bekannte Sprichwort lehrt uns, dass wir mit guten Gartengeräten beim Anlegen eines Gartens und bei der Gartenpflege schon eine ganze Menge erreichen können. Welche Geräte braucht man auf jeden Fall, was sind denn gute Geräte und worauf sollte man bei ihrer Anschaffung und Pflege achten?

Ein Spaten ist das Grundgerät par excellence. Selbst wenn Sie im Garten nicht umgraben, kann ein Spaten dazu dienen, Sträucher zu pflanzen oder umzupflanzen, Löcher zu graben, Beete winterfest zu machen und auf die neue Gartensaison vorzubereiten usw. Das Blatt eines guten Spatens ist aus hochwertigem Stahl hergestellt, der im Produktionsprozess auf fast 1.000 °C erhitzt und anschließend in ein Kühlbad getaucht wird. Dadurch erhöht sich der Kohlenstoffgehalt des Stahls und verändert sich seine Kristallgitterstruktur. Im Ergebnis wird der Stahl härter und damit verschleißfester. Bei Polet härten wir Geräte, bis sie so hart sind wie ein Stein- oder Betonmeißel. Dadurch bleibt die geschärfte Schneide lange scharf. Bei Spaten und auch bei Hacken von erstklassiger Qualität (Polet Traditonal) wird das Blatt vorab noch ausgeschmiedet, damit es oben dicker ist und zum unteren Ende hin dünn ausläuft. Dies bewirkt bei dem Gerät einen Selbstschärfungseffekt.  Je nach Verwendungszweck gibt es eine Vielzahl verschiedener Ausführungen, aber für den Gärtnerspaten oder Gartenspaten gilt eine Grundregel: Bei leichten sandigen Böden verwendet man meist einen breiten, kurzen Spaten, während für schwere Böden ein langer, schmaler Spaten besser geeignet ist. Wichtig ist auch der Stiel. Dafür eignet sich Eschenholz am besten. Die langen, parallel verlaufenden Fasern dieser Holzart sorgen für einen stabilen, leicht elastischen Stiel. Je nach Region kann es unterschiedliche Griffausführungen geben, den T-Griff, D-Griff oder Knopfstiel.

Eine Schaufel dient dazu, Lockermaterial wie Erde, Sand oder Kies zu bewegen. Daher sollten Sie bei der Wahl eines Schaufelmodells das zu bewegende Material und den gewünschten Verwendungszweck berücksichtigen. Die Schaufeln von Polet sind aus einer hochwertigen Stahllegierung hergestellt. Bei der Produktion werden die Schaufelblätter zuerst im Ofen erhitzt, um anschließend geformt zu werden. Auf diese Weise werden alle inneren Spannungen im Stahl abgebaut und eventuelle Risse vermieden. Dann folgt der Härtungsprozess. Genau wie bei den Spaten wird das Blatt auf fast 1.000 °C erhitzt und dann in einem Flüssigkeitsbad abgeschreckt (plötzlich abgekühlt). Das Blatt einer qualitativ hochwertigen Schaufel, zum Beispiel der von Polet, ist zudem bis ans Ende der Dülle gehärtet und wird sich infolgedessen nicht leicht verbiegen oder verformen. Dies verleiht der Schaufel eine längere Lebensdauer.

Hacken und Schuffeln sind für die flache Bodenbearbeitung unentbehrlich. Sie können sie selbstverständlich verwenden, um Unkraut zu hacken, aber auch um den Boden vor allem im Sommer zur Verringerung der Wasserverdunstung oberflächlich aufzulockern. „Einmal hacken spart einmal gießen“ ist ein bekannter Spruch. Mit einer Hacke wird gehackt und mit einer Schuffel geschoben. Auch hier sind die Qualität des Stahls und die Verarbeitung wichtig. Mit einer glatten Oberfläche und einer scharfen Schneide geht die Arbeit viel schneller von der Hand. Die Breite des Blattes beträgt vorzugsweise 14 oder 16 cm. Damit ergonomisch und rückenschonend gearbeitet werden kann, sollte der Stiel 150 bis 160 cm lang sein. Für Feinarbeiten, zum Beispiel in Saatbeeten, gibt es auch Gemüsehacken mit kurzem Stiel, die an der anderen Seite mit drei Zinken ausgestattet sein können.

Eine Spatengabel hat 4 flache Zinken und ist eine gute Alternative zum Spaten. Sie ist praktisch, um beim ökologischen Gärtnern den Boden zu lockern, ohne ihn umzugraben. Sie können damit auch bequem zwischen Blumen und Pflanzen arbeiten, ohne Wurzeln abzustechen. Beim Einsatz in schweren Böden zerkrümelt die Erde besser. Eine Mistgabel ist nützlich für das Aufnehmen von verschiedenen Abfällen, Mist oder Kompost. Auch bei Gabeln sind gehärtete Zinken und ein Stiel aus Eschenholz ein Muss.

Rechen gibt es in einer Vielzahl von Ausführungen. Ein großer Landrechen – circa 50 cm breit mit 10 langen Zinken – ist vor allem beim Einebnen von Flächen oder beim Zerkrümeln von Erde nützlich. Sie können dabei auch die Rückseite des Rechens verwenden. Ein Gartenrechen hat 10 bis 12 kleine Zinken und eignet sich für das Rechen in Saatbeeten oder zwischen Pflanzen.

Wenn Sie vor allem im Frühjahr regelmäßig einen Kultivator zwischen den Pflanzen einsetzen, wird der Boden besser belüftet und lösen Sie aufgehendes Unkraut, sodass es verwelkt. Ein Kultivator hat meist 3 oder 5 Zinken, die an den Enden leicht abgeflacht sind. Auch hier gibt es wieder Ausführungen mit einem kurzen Stiel für den Einsatz in Saatbeeten.
 

Gutes Gerät muss auch gepflegt werden.

Durch Kontakt mit feuchter Erde können Geräte rosten. Daher ist es wichtig, das Material nach dem Gebrauch mit einem Lappen oder einer Stahlbürste zu reinigen und an einem trockenen Ort aufzubewahren. Vor dem Winter empfiehlt sich eine etwas gründlichere Reinigung. Vielleicht ist es nötig, die Schneide ein wenig nachzuschärfen. Dies kann mit einer weichen Feile oder einem Wetzstein erfolgen. Noch praktischer ist die Verwendung eines Winkelschleifers mit Schleifscheibe für diesen Zweck. Achten Sie jedoch dabei darauf, dass Sie die Schneide nicht erhitzen, denn dies würde die Härte des Stahls verringern. Danach können Sie das Gerät mit Öl einfetten oder mit einem Silikonspray besprühen.

Ein praktischer Tipp: Füllen Sie einen großen Eimer oder Behälter mit einem Gemisch aus Sand und biologisch abbaubarem (Ketten-)Öl. Stechen Sie das Gerät nach jedem Gebrauch einige Male hinein. So lösen Sie den Schmutz und fetten gleichzeitig ein.
Auch die Stiele sollten Sie nicht vergessen. Es ist sinnvoll, sie ein paar Mal im Jahr mit einem Lappen mit Leinöl abzureiben. Dies schützt das Holz und bewirkt, dass sich der Stiel angenehmer anfühlt.

 

Zum Schluss noch einige Tipps für die Anschaffung von Gartengeräten:

  • Kaufen Sie Geräte aus gehärtetem Stahl mit einer scharfen Schneide.
  • Achten Sie auf eine gute Befestigung des Stiels.
  • Wählen Sie schön glatt geschliffene Stiele aus Eschenholz mit langfaserigen parallelen Fasern.
  • Stiele mit FSC-Label stammen aus ökologischer Forstwirtschaft und sind somit umweltfreundlich.
  • Der Stiel sollte lang genug sein, um ergonomisches Arbeiten zu ermöglichen.
  • Nehmen Sie das Gerät einmal in die Hand. Probieren Sie aus, ob es gut in der Hand liegt oder die Kombination aus Gerät und Stiel zu Ihrer Körpergröße passt.
  • Billig und gut sind selten beieinander. Sofern Sie keinen sehr kleinen Garten haben, lohnt sich die Investition in solide Geräte.
    Bei sachgemäßem Gebrauch halten sie nahezu ein Leben lang.   

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